IBAN CH34 0839 0035 6594 1010 9 Einzahlungsschein mit QR-Code
Stiftung für Nutztiere Hauptseestrasse 115 6315 Morgarten / ZG
NEWS 1 / 5 Ein neues und benutzerfreundliches Webseiten-Design für die Domain stifnu-tiere.ch wurde heute, 29.12.2024 online geschaltet. Dezember 2024
NEWS 5 / 5 Die Stiftung übernimmt per 1.12.2025 14 Skudde Schafe aus privater Haltung. November 2025
NEWS 4 / 5 Das neue und benutzerfreundliche Webseiten-Design für die Domain stifnu.ch wurde am 26.11.2025 online geschaltet. November 2025
NEWS 3 / 5 Stiftungsbeiträge werden ab sofort nicht mehr auf Facebook und Instagram publiziert! (unsere Konten wurden mehrfach gehackt) Dezember 2024
NEWS 2 / 5 alle Seiten der Domain stifnu.ch werden vorraus- sichtlich gegen Ende des 4. Quartal 2025 auf das neue Webseiten-Design umgestellt. Dezember 2024
HAPPY  MUHDAY
SULEIKA

Freigekauft: 31.12.2018

Eintritt Tierspital ZH:

geb. 17.08.2004

Art: Red Holstein

Mama von:

Gestorben: 09.12.2019

Zuhause: in unseren Herzen

SONAS

© 2026 by stifnu.ch | alle Rechte vorbehalten
ADRESSE
Stiftung für Nutztiere Hauptseestrasse 115 6315 Morgarten / ZG
KONTAKT
IBAN CH34 0839 0035 6594 1010 9
Wenn der Körper bricht, aber die Liebe bleibt: Ein Abschied von Suleika 17. August 2004 9. Dezember 2019 Das Gesicht hinter den Zahlen der Milchindustrie Es gibt Begegnungen, die sich tief ins Herz einbrennen – weil sie uns die unendliche Sanftmut eines Tieres vor Augen führen und gleichzeitig die unbarmherzige Härte eines Systems offenbaren, das Lebewesen zu reinen Produktionseinheiten degradiert. Suleika war eine solche Begegnung. Sie war eine sanfte, sehr zurückhaltende und unglaublich liebenswerte Kuh. Und sie trägt eine besondere Geschichte: Suleika war die erste trächtige Mutterkuh, die wir im Rahmen der Umstrukturierung des Milchbetriebes auf dem Hunzenberg im Winter 2018/2019 in den langsam wachsenden Pensionsbereich übernehmen durften. Ein Tierfreund hatte sie zuvor freigekauft, doch ihre Zukunft war finanziell ungewiss. Als sich kurz darauf auch eine Patin fand, die die Patenschaft für ihr ungeborenes Kälbchen übernahm, wendete sich das Blatt. Uns ging es damals um das Wesentliche, das einer Milchkuh ihr Leben lang verwehrt bleibt: Suleika sollte nach elf Jahren der Trennung und des Verlusts endlich ihr zwölftes Kälbchen behalten und einfach nur Mutter sein dürfen. Ein gestohlenes Glück wird Wirklichkeit Am 4. Januar 2019 schenkte Suleika einem gesunden Kuhkälbchen das Leben. Seine Retterin taufte es Sonas – das gälische Wort für Glück. Es war ein zutiefst berührendes Privileg, mitzuerleben, wie rührend und instinktiv sich Suleika um ihr Junges kümmerte. Wer die grausamen Hintergründe der modernen Nutztierhaltung kennt – in der Kälber ihren Müttern unmittelbar nach der Geburt entrissen werden, damit die Milch für den menschlichen Konsum abgemolken werden kann –, der versteht, wie kostbar diese Momente waren. Solche Erlebnisse sind es, die uns den Sinn unserer Arbeit täglich vor Augen führen. Suleika war eine grossartige, stolze Mutter. Als die Herde im April das erste Mal auf die Weide durfte, wich die kleine Sonas nicht von ihrer Seite. Wann immer das Kälbchen durstig war, war Suleika zur Stelle. Es war eine innige, unzertrennliche Verbindung. Dank der nahrhaften Muttermilch wuchs Sonas von Woche zu Woche zu einem kräftigen, eigenständigen und wunderschönen Jungrind heran. Die unbarmherzigen Spuren der Jahre Doch während Sonas aufblühte, forderten die über 14 Jahre der unerbittlichen Ausbeutung als Hochleistungs-Milchkuh bei Suleika ihren unübersehbaren Tribut. Ihr Körper war verschlissen. Das Laufen, das Abliegen und das Aufstehen fielen ihr von Tag zu Tag schwerer. Die Wege, die sie zurücklegte, wurden kürzer; ihre Lebensenergie schien der Erschöpfung eines viel zu langen, harten Arbeitslebens zu weichen. Wir versuchten alles: unterstützten sie mit Aufbaupräparaten und Spritzen gegen die Schmerzen. Doch wir mussten schmerzhaft einsehen: Wir konnten den Raubbau, den die Milchindustrie über ein Jahrzehnt an diesem wunderbaren Geschöpf begangen hatte, nicht ungeschehen machen. Am 6. Dezember 2019 verliessen Suleika die Kräfte endgültig. Nach Tagen des schweren Kampfes konnte sie aus eigener Kraft nicht mehr aufstehen. Die tierärztliche Untersuchung zeigte das ganze Ausmass des Verschleisses: eine massive Arthrose, gepaart mit schweren Muskel- und Sehnenverletzungen – die direkten Spuren eines Lebens auf harten Spaltenböden und unter ständiger körperlicher Überforderung. Ein stressvoller Transport in das Tierspital wurde uns im Sinne des Tierwohls nicht mehr empfohlen. Ein Abschied in Geborgenheit Zwei Tage lang kämpften wir intensiv um sie. Wir versuchten, ihren Zustand mit Medikamenten zu stabilisieren, halfen ihr mit einem speziellen Standlift auf die Beine, um auch ihre inneren Organe zu entlasten, und holten die kleine Sonas zu ihr, um ihren Lebenswillen zu wecken. Doch Suleikas Körper war müde, die Last des erlittenen Schadens zu schwer. Wir mussten die schwerste aller Entscheidungen treffen und Suleika gehen lassen. Im Beisein ihres geliebten Kälbchens Sonas schlief sie friedlich und für immer ein. Ein Vermächtnis, das bleibt Suleika durfte nur ein einziges Jahr in Freiheit verbringen – ein viel zu kurzes Leben nach fast anderthalb Jahrzehnten des Funktionieren-Müssens. Und doch sind wir zutiefst dankbar, dass wir ihr dieses eine, selbstbestimmte Jahr als Mutter schenken durften. Ihr Schicksal steht stellvertretend für Millionen von namenlosen Müttern in den Ställen, deren Schmerz ungehört bleibt. Es erinnert uns daran, dass jeder von uns die Macht hat, dieses Unrecht zu beenden. Es braucht dafür nicht viel – nur ein Herz am richtigen Fleck und eine Moral, die auch die Schwächsten unserer Gesellschaft einschliesst. In dankbarer Erinnerung Die Stiftung für Nutztiere dankt der Familie Anita und Markus Kappeler von ganzem Herzen für die grossherzige, treue und selbstlose Unterstützung, die sie Suleika zu Lebzeiten als Paten zukommen liessen. Mit Euch zusammen konnten wir Suleika, wenn auch nur für eine kurze Zeit, das Leben lebenswert machen. Markus Bosshard – StifNu
Nachruf
Stiftung für Nutztiere

Stiftung für Nutztiere